Krieg in der Ukraine – Wie kannst du helfen?

Krieg in der Ukraine – Wie kannst du helfen?

04.03.2022

Der Krieg in der Ukraine geht nun schon in die zweite Woche und immer noch scheint kein Ende in Sicht. Über 1 Millionen Menschen sind nun schon aus der Ukraine in dessen Nachbarländer wie Polen, Ungarn und die Slowakei geflüchtet und haben alles hinter sich gelassen. Sie können nur das Nötigste in Rucksäcken mit auf die Reise nehmen. An der Grenze angekommen, müssen Sie oft stundenlang in der Kälte warten, was vor allem für die vielen Kinder und auch Schwangeren eine riesen Anstrengung ist.

Bei den ganzen Nachrichten und Bildern, die uns täglich erreichen überkommt uns oftmals neben der Angst und Sorge auch ein Gefühl der Hilfslosigkeit. Wir stehen jeden Morgen, mit der Angst vor neuen schrecklichen Nachrichten auf und müssen dabei zusehen, wie unschuldige Menschen sterben und ein Land, nicht weit von uns, durch Bomben zerstört wird. In dieser schwierigen Zeit ist es wichtiger denn je, wie uns auch die Politik zeigt, dass Europa zusammenhält. Wir haben das Glück, dass bei uns in Deutschland Frieden herrscht, wir nicht Angst davor haben müssen, dass eine Bombe unser Haus trifft und wir nicht unsere Heimat und alles das, was uns wichtig ist, verlassen müssen und in das Ungewisse aufbrechen müssen.

Was können wir also tun, um der Ukraine zu helfen?

1. SPENDEN

Sachspenden:

Informiert euch auf Social Media, im Internet, bei Vereinen/Organisationen etc. darüber wo und was ihr spenden könnt.

! Kleiderspenden gibt es anscheinend schon genug !

Hier eine Liste von Dingen die noch gebraucht werden:

Medizinische Produkte:

Schmerzmittel (Iboprofen, Paracetamol, Aspirin etc.), Breitbandantibiotika, Wundantiseptika, Verbandsmaterial jeglicher Art (auch abgelaufen bspw. Aus Autos),

steriles Verbandsmaterial, Verbandsschienen,

blutstoppende Schwämme (z.B. Cutaplast, etc.), Alkoholtücher,

Dekompressionsnadeln, Einmalhandschuhe, Einmal-Spritzen 5 und 10 ml etc.

Hygiene Artikel:

Slipeinlagen, Küchenrollen, Desinfektionsmittel, Feuchttücher, Tampons,

Windeln

Lebensmittel:

  • Konserven
  • haltbares Essen, das nicht gekocht werden muss (Trockenobst, Kekse, Nüsse, abgepacktes Brot, Zwieback, Power-/Müsliriegel, Dry Food (5 Min Terrine))
  • Babynahrung (kleine Gläschen, Quetschie, Milch als Fertigflasche, Milchpulver, verpacktes, abgekochtes Wasser zum Anmischen von Pulver)

Sonstiges:

Thermodecken, Powerbanks, Taschenlampen, Batterien, Schlafsäcke, Isomatten, Taschenlampen, Ferngläser, Stirnlampen, Spielzeug

Geldspenden:

Jeder Cent zählt! Egal wie groß eure Spende ist, ihr tut damit etwas Gutes!

Vor allem auf Social Media werden zurzeit viele Links und Aufforderungen zum Spenden geteilt. Wichtig dabei ist, dass ihr prüft, ob es sich dabei um eine seriöse Organisation/Spendenmöglichkeit handelt und das Geld auch wirklich zu 100% bei den Betroffenen ankommt. Informiert euch ansonsten in eurer Nähe bei ukrainischen Organisationnen/Vereinen etc. und fragt dort nach.

Ein paar Beispiele:

Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
Stichwort: Ukraine-Krieg – CY01026

“Bündnis Entwicklung Hilft” und “Aktion Deutschland Hilft”
IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600
BIC: COBADEFFXXX
Commerzbank
Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine

Ärzte der Welt e.V.
IBAN: DE06 1203 0000 1004 3336 60
BIC: BYLADEM1001
Deutsche Kreditbank
Stichwort: Ukraine

UNICEF
IBAN: DE57 3702 0500 0000 3000 00
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Ukraine

2. RICHTIG INFORMIEREN

In der heutigen Zeit werden wir regelrecht mit Informationen überschüttet! Da ist es schwierig den Überblick zu behalten und zu wissen, wem man glaubt und wem nicht.

Bitte prüft die Informationen die ihr erhaltet erstmal auf Ihre Quellen und glaubt nicht direkt alles, was ihr hört. Seid vor allem besonders vorsichtig, wenn ihr Informationen teilt, damit ihr keine Fake News verbreitet. Der Krieg bringt schon genug Leid und Schwierigkeiten mit sich, da müssen wir die Situation nicht auch noch durch Verschwörungstheorien und falsche Informationen noch schwerer machen. Zieht vor allem keine Informationen aus russischen Quellen, da es sich da häufig um Propaganda der russischen Regierung handelt!

Seriöse Nachrichtenquellen sind zum Beispiel ARD oder ZDF.  

3. AUFKLÄREN

Die Menschen in Russland haben leider nicht das Privileg wie wir, zu 100% ehrliche und wahre Nachrichten zu erhalten. Die Nachrichtensender und die Presse wird dort vom Staat streng geprüft und kontrolliert, sodass den Menschen dort die Situation ganz anders, als sie wirklich ist, gezeigt wird. Da, vor allem die älteren Menschen kein Social Media haben, glauben viele Menschen das, was sie zu sehen bekommen und haben ein falsches Bild von der Realität. Dementsprechend ist es essentiell diese Menschen mit Informationen aus SERIÖSEN Quellen aufzuklären! Es gibt schon einige Aktionen, um die russischen Menschen, über die Tatsachen aufzuklären. Zum Beispiel haben Menschen auf Google Maps russischen Restaurants Bewertungen geschrieben, wobei sie ihnen dort die aktuelle Situation in der Ukraine erklären.

4. SOLIDARITÄT ZEIGEN

Wie schon erwähnt ist es wichtiger denn je, dass wir jetzt als Europäer zusammenhalten und Solidarität zeigen. Um den Menschen in der Ukraine zu zeigen, dass wir hinter ihnen stehen und sie nicht alleine sind, können wir auf die Straßen gehen und protestieren. So zeigen wir der russischen Regierung, vor allem Putin, dass wir alle keinen Krieg wollen. Informiert euch wo es in eurer Nähe solche Friedensdemonstrationen gibt und nehmt eure Freunde (und eure Maske) mit. Fridays For Future organisiert zurzeit zum Beispiel solche Demonstrationen in ganz Deutschland.

5. KEINEN HASS ZEIGEN

Ganz wichtig zu wissen ist, dass der Krieg von Wladimir Putin, dem russischen Präsidenten ausgeht und viele russische Menschen genauso dagegen sind wie wir. Oft haben Menschen in Russland sogar Freunde und Familie in der Ukraine, weshalb sie der Krieg genauso betrifft. Viele Russen gingen deswegen in Russland schon auf die Straßen, um gegen den Krieg zu demonstrieren, wurden deshalb aber häufig verhaftet.

Aufgrund dessen, dürfen wir nicht allgemein allen Russen die Schuld für das, was aktuell passiert geben. Bitte bleibt respektvoll und beleidigt niemanden o.ä.!

Das waren jetzt einige Ideen, wie wir der Ukraine und den flüchtenden Menschen helfen können. Danke, dass ihr euch dafür interessiert und helfen wollt, denn jede Hilfe zählt und wir gebraucht!

Bitte vergesst bei diesen ganzen schlimmen Nachrichten allerdings nicht eure psychische Gesundheit und legt das Handy auch mal zur Seite um auf andere Gedanken zu kommen. Passt auf euch auf!

Elodie Zacharias

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