Krieg in Europa – Russland greift Ukraine an

Krieg in Europa – Russland greift Ukraine an

24.02.2022- Die Welt hält den Atem an

„Ein furchtbarer Tag für die Ukraine und ein düsterer Tag für Europa“, so beschreibt Bundeskanzler Olaf Scholz den 24. Februar 2022. Den Tag, an dem Russische Panzer über die Grenze der Ukraine rollen. Den Tag, an dem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Kriegszustand ausruft und seine Bürger dazu aufruft, zu den Waffen zu greifen.

Die Ukraine ist kein Teil des NATO-Bündnisses, dennoch hat Selenskyj die westlichen Staaten um Verteidigungshilfen gebeten. Der russische Präsident Wladimir Putin warnt die anderen Ländern jedoch davor der Ukraine zu helfen und sich Russland somit in den Weg zu stellen. Im russischen Staatsfernsehen sagt er: „Wer auch immer versucht, uns zu behindern, geschweige denn eine Bedrohung für unser Land und unser Volk zu schaffen, muss wissen, dass die Antwort Russlands sofort erfolgen und zu Konsequenzen führen wird, die sie in ihrer Geschichte noch nie erlebt haben.“ Hilfe für die Ukraine lehnt die NATO ab, verstärkt jedoch die militärischen Einheiten in Estland, Lettland und Litauen – der östlichen NATO-Außengrenze. Bei einem EU-Krisengipfel am 24. Februar in Brüssel beschlossen die 27 Mitgliedsstaaten ein umfangreiches Sanktionspaket gegen Russland in Bereichen wie Finanzen, Energie und Transport zu verhängen, auch die Lizenzierung der ohnehin schon umstrittenen Gaspipeline „Nordstream 2“ wird ausgesetzt.

„Es sind die Menschen die am meisten leiden werden. Menschen, die das hier alles überhaupt nicht wollten. Menschen können es aber auch stoppen.“ Das sagte der ukrainische Präsident und versuchte damit an die russische Bevölkerung zu appellieren. Diese versucht genau das: den Krieg zu stoppen. Am 25. Februar gingen in Moskau und anderen russische Großstädten tausende Menschen auf die Straße um gegen die Angriffe der russischen Armee auf die Ukraine zu demonstrieren. Dabei wurden mehr als 1700 Menschen festgenommen.

Am 25. Februar ist die russische Armee bis in die ukrainische Hauptstadt Kiew vorgedrungen und es kam wohl, nach Angaben des ukrainischen Militärs, zu brutalen Auseinandersetzungen mit den russischen Truppen. Die Menschen sind verunsichert und haben Angst. Putin forderte außerdem das ukrainische Militär zum Putsch gegen die Regierung auf.

Die EU hat nun weitere Sanktionen direkt gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin verhängt. Sein und das Vermögen des russischen Außenministers Sergej Lawrow wurde auf europäischen Konten eingefroren. Auch gegen des Belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko wurden bereits Sanktionen verhängt.

Das russische Militär hat, nach eigenen Angaben, die Stadt Melitopol in der Südost-Ukraine eingenommen und nimmt im Moment einige Ziele rund um Kiew ins Visier. Auch das Zentrum der Stadt stand zeitweise unter Beschuss. Dabei wurde unter anderem ein bewohntes Hochhaus getroffen.

Eine der längsten Friedensperiode in der europäischen Geschichte endete nun, schneller als gedacht. Es bleibt also nur noch zu hoffen, dass der Krieg dafür umso schneller endet, denn wie immer sind es die unschuldigen Menschen, die am Meisten leiden.

Emma Raab

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